Ausschreibung für den 12. AKKU-Nachwuchspreis

Einsendeschluss: 30.04.2017

Seit mehr als einem Jahrzehnt zeichnet der Arbeitskreis für kritische Unternehmensgeschichte e.V. (AKKU) herausragende studentische Abschlussarbeiten mit dem »AKKU-Nachwuchspreis für unternehmenshistorische Arbeiten« aus. AKKU ist ein Netzwerk von über 130 Wissenschaftler/innen und Studierenden, die inner- und außerhalb der Universitäten über unternehmens- und branchenhistorische Themenfelder arbeiten. Der Arbeitskreis will vor allem die theoriebezogene Forschung fördern, legt besonderen Wert auf innovative Fragestellungen und Forschungsstrategien und schafft Diskussionsräume für einen Austausch von jungen und arrivierten Wissenschaftler/innen. AKKU trägt zu einer transdisziplinären Öffnung der Unternehmensgeschichte bei und vernetzt hierzu Wissenschaftler/innen z.B. aus den Feldern der Geschichte, Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaften und der Anthropologie.


Wir freuen uns auf Bewerbungen für den AKKU-Nachwuchspreis, die einen Beitrag zur Geschichte von Unternehmen, Branchen oder zur Wirkung unternehmerischen Handelns leisten. Es kann sich um einzelne oder mehrere, private oder öffentliche, Klein- oder Großunternehmen, Branchen oder Organisationen aus allen Bereichen der Wirtschaft (Produktion, Dienstleistungen, etc.) handeln. Eine darüber hinausgehende thematische Begrenzung besteht nicht.


Die Kriterien für die Preiswürdigkeit sind:

- Relevanz der Forschungsfrage(n),
- sorgfältige empirische Arbeit,
- stringente Argumentation und
- Reflektion des empirischen und theoretischen Forschungsstands.


Wir erwarten inhaltlich und methodisch anspruchsvolle Abschlussarbeiten, die ihren Gegenstand aus einer souveränen Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand operationalisieren und innovative Ergebnisse präsentieren.


Zugelassen sind alle nicht publizierten wissenschaftlichen Abschlussarbeiten (Bachelor- oder Masterarbeiten bzw. Äquivalente [keine Dissertationen]), die an Universitäten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach dem 01.01.2016 eingereicht wurden und deren Gutachten bei der Einsendung vorliegen.


Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Die Preisverleihung erfolgt auf der AKKU-Jahrestagung 2017.

Die Bewerbung ist unter Einsendung eines vollständigen Exemplars der Abschlussarbeit (ausschließlich pdf-Format, andere Dateiformate oder Kopien werden nicht berücksichtigt) sowie der Gutachten (pdf-Format) formlos bis zum 30.04.2017 an den AKKU-Vorstand zu richten unter:

Arbeitskreis für kritische Unternehmens- und Industriegeschichte e.V.
Dr. Eva-Maria Roelevink (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte)
eva.roelevink@rub.de

 

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger von 2000 - 2016


2016
Carolin Wingartz (Universität Trier): Entwicklungslinien von der Werbung für "Hitler's Car" auf einem feindlich gesinnten Exportmarkt hin zu Werbung für den Golf als "Best Selling European Car in Britain" (download)

2014
Max Gedig (München): Familie als Erfolgsgarant. Siemens in der frühen Unternehmensentwicklung

2012
Wehner, Christoph (Ruhr-Universität Bochum): Risiko und Routine. Die deutsche Versicherungswirtschaft und die Herausforderung der Kernenergie, 1955-79 (download)

2010
Eleonora Rohland (Uni Bern): The Swiss Re Fire Branch 1864-1906. Risk - Fire - Climate (download)

2008
Nina Isi Blase (Köln): Die Krise der Universum-Film AG (1924-1927). Eine institutionenökonomisch gestützte Untersuchung der Filmproduktion.

2006
Christina Lubinski (Göttingen): Mikropolitik im Maschinenbau. Betriebsorganisation und Arbeiterverhalten in den mechanischen Werkstätten der Handelsgesellschaft Jacobi, Haniel & Huyssen in den 1860er und 1870er Jahren.

2004
Katja Girschik (Zürich): Eiskalter Erfolg. Einfluß unternehmensspezifischer Fähigkeiten der Migros bei der Eigenproduktion von Eiscreme 1949 bis Ende der 1970er Jahre.

2002
Markus Dahlem (Frankfurt): Das Verhältnis von Banken und Großunternemen im Deutschen Kaiserreich am Beispiel der Bayer AG und der AEG.
Jens-Reinhard Derksen (Münster): Betriebliche Zusatzleistungen in der Mitarbeiterkommunikation. Henkel & Cie. GmbH 1947 bis 1960.

2000
Dietmar Süß (München): »Glückauf in der Oberpfalz«: Industriearbeiter, Gewerkschaften und Betriebsräte im ostbayerischen Braunkohlerevier nach dem Zweiten Weltkrieg.