JUnG: Konzept zur Neuaufstellung der AKKU-Nachwuchsarbeit und Nachwuchsworkshop 2020

In seiner Selbstbeschreibung bezeichnet AKKU sich als „Netzwerk von Wissenschaftler*innen und Studierenden, die sich inner- und außerhalb der Universitäten für Unternehmensgeschichte interessieren“, das „Diskussionsräume für junge Wissenschaftler*innen“ schafft. Diese Ausrichtung haben wir zum Anlass genommen und, im Zusammenhang mit der Umbenennung in „JUnG“ (Junge Unternehmens-Geschichte), die Nachwuchsarbeit innerhalb des Vorstands neu durchleuchtet. In den vergangenen Jahren zeigte sich, dass der Nachwuchsworkshop eine tragende Rolle im Vereinsleben des AKKU spielt und wir mit diesem Treffen regelmäßig knapp 30 Teilnehmende erreichen. 

 

Nachwuchsworkshop 2020

Nachdem wir in den vergangenen Jahren thematische Schwerpunkte (Quellenarbeit, Antrags-strategien, Case Studies als unternehmenshistorischer Zugriff, Digital Humanities, Theorie und Methode in der Unternehmensgeschichte) meist frontal bearbeiteten, wurde der Wunsch nach einem Formatwechsel innerhalb der Teilnehmergruppe bereits auf dem letzten Workshop in Mainz diskutiert: Die Vorstellung einzelner Projekte „auf Augenhöhe“ hat sich zwar bewährt, Ziel sollte es jedoch zukünftig sein, auch diese thematisch noch stärker zu verbinden – etwa über eine gemeinsame theoretische und/oder methodische Fragestellung. 

In diesem Jahr wird JUnG einen vorgezogenen Auftakt zur Jahrestagung 2021 (ehemals 2020) und dem daraus entstehenden Handbuchprojekt organisieren. Im (digitalen) Nachwuchs-workshop am 5. und 6. November 2020 [mehr Informationen und CfP hier] werden die Promovierenden und Masterstudierenden ermutigt, ihre eigenen Arbeiten in den Kontext zukünftiger Perspektiven der Unternehmensgeschichte zu stellen. Die Frage nach der Relevanz des eigenen unternehmenshistorischen Projekts soll in Verbindung mit angrenzenden (Teil-)Disziplinen reflektiert werden. So kann der Workshop einen aktiven Beitrag dazu leisten, welche Potenziale die Nachwuchswis-senschaftler*innen für die mittelfristige Unternehmensgeschichte ausmachen und welche Themen und Anschlussfähigkeiten uns in den nächsten Jahren erwarten.

Auch das Format eines echten „Workshops“ in gemeinsamen Gruppenarbeitsphasen begleitet von Expert*innen, wie wir es 2019 getestet haben, soll künftig stärker ausgeprägt werden. Ziel ist es, einen hierarchielosen Austausch zu ermöglichen, der die Bedarfe und Interessen des Nachwuchses selbst in den Mittelpunkt rückt. Themen für künftige Workshops werden daher im Austausch mit den Teilnehmenden festgelegt.

Aufgrund von COVID19 wird die Tagung 2020 nicht in Präsenz stattfinden. Wir werden stattdessen erste digitale Netzwerktreffen testen und im November im neuen Format den Workshop bestreiten. 

Hier geht es zum Call for Paper!

 

Erweiterung der Vernetzungsmöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler*innen

Um das Netzwerk weiter zu stärken ergeben sich für die Arbeit für den Nachwuchs weitere Neuerungen: 

  1. Für den Austausch über den einmal jährlich stattfindenden Workshop hinaus werden re-gionale Sprecher*innen bestimmt, die bei Bedarf über die deutschlandweiten unterneh-menshistorischen / -orientierten Lehrstühle Treffen oder Online-Meet-Ups organisieren. Dabei dienen Lehrstuhlinhaber*innen als „Paten“, die bei infrastrukturellen Fragen zur Seite stehen. Dieser regional fokussierte Austausch kann zum einen spontane und zwangslose Hilfe bei laufenden Dissertationen geben. Zum anderen kann das Netzwerk auch als Plattform für regionsspezifische Fragen dienen, wie u.a. Archivzugänge, Kontakte in Unternehmen, Konferenzhinweise und Promotionsordnungen. Wir freuen uns über weitere Interessierte und Mitwirkende, weitere Informationen folgen in Kürze auch auf der Homepage! 
  2. Im Zuge der Nachwuchsrekrutierung gibt es neue Überlegungen über die Zielgruppe: Die Hauptgruppe des Nachwuchses stellt bisher die Promovierendenebene und „frische“ PostDocs in der Projektfindung. Dennoch möchte AKKU im Hinblick auf die Vergabe des Nachwuchspreises fortan verstärkt fortgeschrittene Masterstudierende in die Zielgruppe aufnehmen. Wie in den vergangenen Jahren sind die Organisator*innen dazu angehalten, Hilfskräfte, Tutor*innen oder eigene Studierende anzusprechen und auf AKKU und seine Nachwuchssparte aufmerksam zu machen. 
  3. Um eine hybridere Form des Workshops zu generieren und das Netzwerk zu stärken, sollen Nachwuchswissenschaftler*innen aktiv an der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung, etwa über die regionalen Netzwerke, beteiligt werden.